Tanz geschieht im Hier und Jetzt.

Tanz zeigt den Prozess.

Wie LandArt akzeptiert diese Art von Kunst die Vergänglichkeit. 

 

In jeder Kultur wird gesungen und getanzt. 

 Tänze halten die Gemeinschaft zusammen bei Festtänzen,

 mit ihnen werden Rituale gefeiert.

 Im Tanz findet die Lebensfreude ihren Ausdruck.

 Tanz kann die Realität verändern.

 In jedem Moment neu erschaffen.

Das Universum ist Tanz.

 

Tanz ist Kommunikation

mit der Erde, auf der Du stehst,

mit Deinem Körper, den Du spürst und bewegst,

mit den Wesen, für die und mit denen Du tanzt.


Kreistänze

Ein Kreistanz ist ein um eine Mitte herum sich gestaltendes Geschehen. Wie Mandalas in einem Kaleidoskop. Sacred Dance ist eine meditative Form des Reigentanzes, bei der es darauf ankommt, die tiefere Bedeutung der Bewegungen zu erfassen. Es ist eine ganzheitliche Bewegungskunst, die von den Mysterienschulen und Heiltempeln bewahrt wurde. 

 

Neue Kreise ziehen*

Fachzeitschrift für meditativen und sakralen Tanz*

 

Orientalischer Tanz

Der orientalische Tanz, wie wir ihn heute kennen, ist eine Mischung aus Ritual-, Fruchtbarkeits- und Schautanz, der seinen Weg über Asien und Afrika, sogar über Amerika bis Europa gefunden hat und durch diese vielen Einflüsse sehr facettenreich ist. Den natürlichen Rhythmus erfasst der Tänzer durch die schwingenden Bewegungen des Bauchtanzes: Die Körperglieder schwingen um die Leibesmitte – den „Nabel der Welt“ - in Wellen, in schwingend-rhythmischen Bewegungen, die von innen heraus kommen und sich danach fortsetzen. Man kann sich das ähnlich einer Marionette vorstellen. Tanzen wird hier zum Mitschwingen im universellen Rhythmus.

 

 Hula und Hawaii

Wir kennen den Hula-Hoop-Reifen und unsere Anstrengungen, bis wir uns und damit den Reifen mit der richtigen Balance bewegen, um ihn um die Hüften kreisen zu lassen.

 

Der von Hawaii stammende Tanz des Hula wird von den Einheimischen jedoch ohne das Hilfsmittel des Reifens getanzt.

 

Auch hier lohnt es sich, einen Blick auf den Ursprung der Bezeichnung zu werfen: Die Vorsilbe Hu bedeutet „vermehren“, während La für „Sonne“ oder auch „inneres Feuer“ steht. Tatsächlich wird auf der körperlichen Ebene mit den Hüftbewegungen des Tanzens dieses Feuer am Ende der Wirbelsäule entfacht und angeregt (ähnlich der sogenannten Kundalini).[1]

 

Die besondere Kunst bei diesem Tanz ist es, die Kontrolle über die unterschiedlichen Tanzachsen des Körpers zu haben und insgesamt alle Achsen des Körpers in Balance und Harmonie zu bringen.

 

Den religiös-spirituellen Aspekt stellt im Hula das „Eins-werden“ auf geistig-seelischer Ebene dar - im übertragenen Sinn mit Oben und Unten, Außen und Innen. Es finden sich die Symbole für die Elemente Wasser, Wind, Feuer, Erde und es geht vor allem darum, im Tanz eine tiefe Liebe zur Natur und Schöpfung zum Ausdruck zu bringen.

 

Im Zusammenspiel mit den Musikern und Sängern fließt eine Welle der Bewegung durch die ganze Gruppe, so dass alle gleich sind und trotzdem jede Person ihr eigenes inneres Empfinden dabei ausdrücken kann. Wenn es gelingt, die perfekte Balance zu wahren, ruhig im Oberkörper zu bleiben und die Bewegung einzig aus der Hüfte und den Beinen entstehen zu lassen, entsteht ein Bild des harmonischen Fließens bei völliger Zentriertheit.

 

Dieser Ritualtanz wirkt „verzaubernd“ - den Hula kann man auch als sakrales Spiel bezeichnen. Er führt zu einem Glückszustand, in dem man die tiefe Verbundenheit zum Ganzen spüren kann, dem Spirit des ALOHA. Als Gruppentanz fördert der Hula den Austausch von Seele zu Seele.

 

 

[1]im tantrischen Yoga Bezeichnung der weiblichen kosmischen EnergieShakti, die im Menschen als am Beckenausgang ruhend vorgestellt wird. Ziel der Yoga-Übungen ist es, diese Energie zu wecken, so dass sie durch die psychischen Zentren(cakra)entlang der Wirbelsäule aufsteigt und sich mit dem Shiva genannten geistigen Prinzip oberhalb des Scheitels vereinigt.

 

Dank

 

*

 

Für die Einführung in die Techniken des orientalischen Tanzes,

 

des Hawaianischen Hula und weiterer Reigentänzen

 

danke ich Angelika Joachim und Anette Dobert.

 

 

 

Für das Gespür für Intensivitäten,

 

und ein Gefühl für Richtungen

 

als qualitative Dimensionen.

 

 

 

 *

 

Auch danke ich Dr. Felicitas Lowinski der Einführung in die Choreografie, kulturelle Tanzgeschichte und ihre Entwicklung,

 

 

 

Für die Wertschätzung der pädagogischen Qualität

 

des Tanzes an sich und seiner Vermittlung.

 

 

 

Und das Augenmerk auf

 

die Zeitkomponente der Polarität.