Renaturierung der Bildungslandschaft

 

Die notwendigen Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Forschung führen dazu, dass sich viele Pädagogen dazu entschließen, zu völlig neuen Methoden und Wegen überzugehen. 

 

Im Annehmen der Ist-Situation der staatlichen Schulpflicht für Kinder können wir mehrere Wege aufzeigen, die gewählt und vielfältig gestaltet und miteinander verbunden werden können.

 

Das Ergebnis ist die Transformation des bisherigen Schulsystems mithilfe pädagogischer Konzepte, die der Geringschätzung des Kindes die Wertschätzung, der Verständnislosigkeit das Verständnis und dem Zwang die Freiheit entgegenstellen.

 

Pädagogische Konzepte dieser Art initiieren weitreichende gesellschaftliche Veränderungen bis hin zur Transformation des gesamten kulturellen Alltags bzw. Nicht-Alltägliche. 

 

Die Abschaffung der Schulpflicht soll mit dem Recht auf freie Bildung, also der Veränderung der Lernorganisation einhergehen. Eine Bildungswesen, welches eine ökonomische und effiziente Vermittlung von Bildung erlaubt.

 

Es soll jedem Kind jederzeit die Möglichkeit gegeben werden, zu allen Lernmöglichkeiten Zugang zu haben. Zu diesem Zweck sollen ihm jederzeit dazu geeignete Lehrwillige als Begleitung zur Verfügung stehen.

 

Also: Bis die Schulpflicht abgeschafft ist, wird daran gearbeitet, Alternativen zu schaffen, das offene Bildungswesen gefördert, sei es durch eigene Angebote, sowie Berufsfindungsseminaren; sowie gleichzeitig wesentliche Elemente daraus in das formale Pflichtbildungswesen einfließen zu lassen, beispielsweise durch kulturelle, spirituelle und naturpädagogische Angebote, eine Weiterbildungspflicht für Lehrer, ein Qualitätsmanagement der Bildungseinrichtung, u.v.m. 

 

Die Weiterbildungspflicht kann „Heilung und Leben des inneren Kindes“ und „Entwicklung interkultureller Kompetenz“ heißen, da beides „Schattenarbeit“ und „Schöpferkraft“ beinhaltet. 

 

Zugang zur inneren und äußeren Natur.

 

Also Kulturpädagogik. J

 

 

 

In freier Trägerschaft werden Projekte dieser Art auf staatlicher und kommunaler Ebene gefördert - darüber hinaus durch private Institutionen und Personen, welche über Sponsorengelder und weitere hilfreiche Ressourcen verfügen.

 

 Es gibt zahlreiche Förderfonds, die sich für zeitlich befristete Projekte engagieren, welche sich für die Entwicklung neuer kultureller Angebots- und Aktionsformen einsetzen. Jede dieser Fördereinrichtung gibt Förderrichtlinien und Förderberichte heraus, die aufzeigen, welches Projekt für welche Förderung in Frage kommt. Im allgemeinen sollen die geförderten Projekte dabei beispielhaft für andere soziokulturelle Projekte und Einrichtungen sein, um als Modell zu dienen.

 

 

 

Ausgehend von (dieser) Selbstreflexion und unserem Bekenntnis zu gesellschaftlichem und institutionellem Wandel richten wir unsere Anmerkungen an die öffentlichen Entscheidungsträger und appellieren an ihre Verantwortung für den politischen Wandel, interkulturelles Lernen als selbstverständlichen und gleichberechtigten Beitrag an bestehenden Lernorten zu integrieren, sowie gleichzeitig mit der Abschaffung der Schulpflicht Möglichkeiten für freies, selbstbestimmtes Lernen zu schaffen und zu fördern. Voneinander und miteinander lernen versteht sich von selbst.